Leistungsorientierte Schulen – wider die Einheitsschule!

Wider die Ein­heits­schule – leis­tungs­ori­en­tie​rte Schu­len!

Die Stadt Zürich hat die dreistufige Sekundarschule abgeschafft – im Volksschulgesetz wird nicht (mehr) zwischen dreiteiliger und gegliederter Sekundarschule unterschieden. Der Chefbeamte der Bildungsdirektorin des Kantons Zürich kann sich vorstellen, dass man sogar die Gesamtschule prüft. Das Klassenlehrerprinzip wird offen in Frage gestellt und ist mancherorts de facto abgeschafft. Primarlehrer unterrichten nur noch in sieben Fächern, Sekundarlehrer in deren vier. Nur schon mangels Fachkräften ist ein solider Unterricht unserer 2. Landessprache, des Französischen, an vielen Schulen zumindest in Frage gestellt. „Integrieren statt separieren“ und „ganzheitliche Beurteilungen“ sind den Bildungspolitikern wichtiger, als Noten und Zensuren für Fleiss, Ordnung und Betragen. Das Zeugnis ist zu einer Lose-Blättersammlung verkommen. Auch die Abschaffung des Langzeitgymnasiums wird offen propogandiert. Einheitsbrei, Einheitsschule, Einheitsatteste werden gefordert.

Le​ider, liebe Bildungstheoretiker, gibt es weniger begabte Schüler – und auch eine Gesamtschule macht sie nicht gescheiter. „Fordern der Starken und Fördern der Schwachen“ sollte die  Devise lauten und nicht die Bildungsverslummung, wie sie im Kanton Zürich von unserer Bildungsdirektion vorangetrieben wird! Eine klare Trennung von Regel- und Sonderklassen ist die richtigweisende Lösung. Zukünftige Schülergenerationen sollen eine faire Chance haben, im Leben nicht nur zu bestehen, sondern in einem diszipliniert geführten öffentlichen Schulwesen auch über ihre Fähigkeiten herauszuwachsen. Es darf nicht dazu kommen, dass in unserem Kanton ein Zweiklassensystem aus fordernden und fördernden Privatschulen und aus niveaumässig zweitklassigen, öffentlichen Schulen entsteht. Leider ist ein solches System im Kanton Zürich aufgrund gravierender Fehler unserer Schulpolitiker am Entstehen. Die Chancengleichheit muss als tragendes Fundament unseres Staates und unseres öffentlichen Schulwesens bewahrt werden!

Hans-Peter Amrein,

Forch-Küsnac​ht